KFZ Leasing - Und wem gehört dein Auto? - Auto finanzieren

veröffentlicht am 28. November 2014 in Ratgeber von

Wenn es um den Autokauf geht, dann denkt man unweigerlich an Finanzierung. Aber warum nicht leasen und was ist eigentlich der Unterschied?

Die Anschaffung eines Neu- oder Gebrauchtwagens ist meist mit enormen Kosten verbunden. Kaum jemand wird in der Lage sein, den Kaufpreis in bar zu berappen. Neben der klassischen Finanzierung gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten wie eben jene des Leasing. Doch was ist das eigentlich genau? Gemäß Definition handelt es sich um die Überlassung beweglicher oder unbeweglicher Güter durch die Hersteller der Güter oder Finanzierungsinstitute. So weit so gut, aber was heißt das jetzt?

Langfristig zur pfleglichen Nutzung mieten

Genau genommen wird das Auto nicht gekauft, sondern von der Leasinggesellschaft gemietet. Diese Firma bleibt also weiterhin Eigentümer, wir als Fahrer werden zu Nutzern. Für die Bereitstellung zahlen wir eine feste monatliche Rate, die sogenannte Leasingrate. Diese wird in einem gesonderten Autoleasingvertrag festgehalten, welcher in der Regel eine Laufzeit von 2 bis 5 Jahre hat. Die Höhe berechnet sich dabei anhand unterschiedlichster Kriterien, wie beispielsweise die jährliche Kilometerleistung, und kann durch Mietsonderzahlungen reduziert werden. Im Gegenzug verpflichtet man sich zur mustergültigen Pflege des Fahrzeuges, regelmäßigen Inspektionen und Instandsetzungen.

Wenn sich der Leasing-Vertrag dem Ende neigt

Neigt sich die Laufzeit des Leasing-Vertrages dem Ende zu hat der Leasingnehmer mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann er den Wagen zurückgeben, zum anderen den Leasingvertrag verlängern oder gar das Auto zu seinem Restwert käuflich erwerben. Wie viel der Wagen am Ende noch Wert ist bestimmt ein Gutachter. Dabei können kleinere Kratzer und Dellen oder eine erhöhte Laufleistung deutlich mindernd wirken, was beim KFZ Leasing nur bedingt von Vorteil ist.

Für und Wider – Leasing im Überblick

Autoleasing hat durchaus Vorteile:
° So schont es mit relativ geringen monatlichen Raten die Brieftasche des Käufers ohne, dass dieser auf ein zuverlässiges Auto verzichten muss.
° Auch muss man sich keine Gedanken um die Verwertung des Altfahrzeuges machen. Ist die Leasingfrist abgelaufen kann man das Fahrzeug entweder übernehmen oder gar gegen ein anderes eintauschen.
° Selbständige profitieren gleich doppelt, denn die Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Außerdem lassen sich die anfallenden Kosten auch langfristig sehr gut kalkulieren, wodurch ein Leasingvertrag einfacher zu erhalten ist als die Zusage zur klassischen Finanzierung.

  • So gut die Möglichkeit des Neuwagen-Leasing klingt, es sollte gut durchdacht werden denn:
  • mögliche Rabatte für Barzahler entfallen und die Bonität des Leasingnehmers wird im Vorfeld genau geprüft.
  • Auch wird man als Leasingnehmer nicht Eigentümer und erhält daher auch nicht die volle Verfügungsgewalt über das Fahrzeug. Ganz im Gegenteil: Man verpflichtet sich zu Inspektionsterminen bei Vertragswerkstätten, den Abschluss einer Vollkaskoversicherung und neben dem allgemein pfleglichen Umgang mit dem Auto auch der umgehenden Entfernung von Kratzern und Dellen. Zusätzlich werden Kilometerleistung und Restwert des Autos von vornherein festgesetzt.
  • Die vorzeitige Auslöse des Fahrzeuges aus dem Vertrag, wie es bei der klassischen Finanzierung durch Sondertilgung möglich ist, entfällt ebenso wie die vorzeitige Kündigung des Leasingvertrages. Als Leasingnehmer verpflichtet man sich bindend für die vereinbarte Mietdauer.

Wer seine Kosten gut kalkulieren kann und gern regelmäßig ein neues Fahrzeug nutzen möchte, der kann vom Leasing profitieren. Insbesondere für Selbständige lohnt sich das langfristige Mieten eines Autos.

WICHTIG: Wie man sich auch entscheidet, eine vorherige genaue Kostenkalkulation sollte unbedingt stattfinden, andernfalls kann Leasing durchaus zur Kostenfalle werden.


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